Hallo,

mein Name ist Buddy, ich bin ein Hundebub im Alter von einem Jahr. Meine Menschen behaupten ich bin ein ganz Toller. Sie sagen dann so Sachen wie ich sei ein feinfühliger, wachsamer, eine Knutschkugel, oh ja, das bin ich wirklich, streicheln ist genial.

Meinem Alter entsprechend bin ich aber laut und laut denen auch ein Frechdachs. Aber mal ehrlich, ich bin ein großer Bub, in etwa Tischhöhe (ca. 68cm Schulterhöhe) und mit meinen zarten 43Kg muss ich hier einfach der Boss sein.

Frauli findet das nicht so cool, wenn ich dann meine Ressourcen verteidige, sie meint, dass das mit den Kindern nicht so geht, wie ich das möchte, ich beiße zwar nicht, wenn ich aber meine Zähne nutze, reagieren die einfach über. Die Tochter meint sie fürchtet sich, was ich so gar nicht verstehen kann.

Hier wohnt auch Lilly, die finde ich klasse ein mittelgroßes Mixmädchen, ich spiele gerne mit ihr, aber wenn ich voller Power bin, sagt sie ab und an, dass ich nerve. Dann zieh ich eben los wie ein Geißbock und locke die Katzen, aber wenn ich nicht langsam hingehe, verschwinden die einfach.

Frauli meint ich sei schlau, Schiebetüren oder Türen mit Karabiner sind kein Thema, die mache ich auf, auch Laden gehen. Also Spiele für die Nase sind schon hilfreich, da erweitert sich der Radius ungemein. Ich kann supergut melden, hab alles rund um im Blick und Belle dann laut, dass meine Menschen gleich mal wissen was Sache ist. Wenn die meinen es ist alles ok, dann Rufen sie mich und ich komme dann auch, im Garten, das haben wir geübt, die meinten hysterisch Bellen sei übertrieben. Unterwegs mach ich noch gerne mein eigenes Ding, weshalb ich nicht von der Leine darf. Da werde ich aber immer gelobt, Frauli meint es wäre schön mit mir zu gehen, ich ziehe nicht und komm freudig mit.

Leider kann ich nicht ruckartig spielen und mich schnell so lange Bewegen wie ich das möchte, da tut mir dann öfter der Fuß weh und dann muss ich mich immer vor allem und jeden energisch verteidigen, da ist es mir schon einmal passiert, dass ich wirklich geschnappt habe, eigentlich wollte ich nur warnen, aber dann…

Angefangen haben diese Diskussionen zwischen der Familie und mir als mir der Fuß weh tat, ich wollte nur auf meinen Platz und ich schwöre Lilly hat mich feste gebissen, ich habe sie dann gleich mal verbellt, war außer Rand und Band vor Schmerz. Lilly behauptet sie war im Tiefschlaf, Frauli sagt, sie habe alles gesehen, Lilly habe geschlafen und ich sei auf den wehen Fuß gestiegen. Ich glaube denen nicht und das macht mich unsicher. Wir waren beim Tierarzt, ich bekam dann so lecker schmeckende Zucki, Frauli meint, dass sei ein Medikament gegen die Schmerzen. Nach wenigen Tagen war alles ok.

Da ich immer wieder gehinkt habe, fuhren wir noch einmal zum Tierarzt, ein anderer, den kannte ich nicht, da bekam ich 2 Spritzen zum Schlafen, wurde geröntgt und kastriert. Der Tierarzt erzählte Herrli, dass ich Arthrose im Ellbogen habe, die Hüfte wäre so weit ok, er sagte, Bewegung dosieren und beobachten, in ein paar Monaten Kontrolle, wenn es so bleibt, habe ich aber laut ihm kein Problem bis ins Alter, ich soll halt nicht übertreiben. Das find ich doof, weil die mich immer bremsen. Was ich vom Gesamtpaket halte brauche ich euch nicht erzählen. Frauli hat mich die letzten Wochen deshalb auch sehr verwöhnt, also meinen Respekt muss sie sich trotzdem erst wieder verdienen, soooo nicht.

Wir sind hier umzingelt von Hunden, manche mag ich, das ist doof, dass ich nicht spielen gehen kann. Der Nachbarshund heißt so ähnlich wie ich, dass ich mich oft angesprochen fühle, wenn die im Garten mit ihm reden, das ist schon störend, das stresst mich dann, aber mein erklärter Feind wohnt gegenüber, den muss ich dann immer durch den Zaun verraten was ich von ihm halte.

Ich mag Spaziergänge in ruhiger Lage, wo ich schnüffeln kann und auch laufen, da muss ich halt aufpassen, nicht zu viel, dass der Fuß nicht weh tut. Kuscheln ist großartig und ich übe auch motiviert, Leckerli zur Bestechung funktionieren nur bedingt, ich fresse zwar gern, aber da müssen die Menschen schon geschickt sein.

Ich möchte halt gerne der Mittelpunkt sein, was laut meinen Menschen nicht auf Dauer geht. Die Kinder mag ich zwar, aber es kommt trotzdem immer wieder zu Zwistigkeiten, die verstehen es nicht besser und ich verteidige energisch, überhaupt seit Lilly mich gebissen und die mich angeschmettert haben. Darin sehen Frauli und Herrli ein Riesenproblem, sie haben Angst, dass ich mal übertreibe mit meinen Zähnen und die Kinder fürchten sich auch, das mag ich nicht, versuche dann alles, dass sie mich wieder Kuscheln und liebhaben.

Frauli hat geweint, sie meinte sie schafft es nicht mir das zu bieten was ich brauche und um für Sicherheit zu sorgen. Sie sagt für mich wäre ein Zuhause mit Erwachsenen ohne Kinder, also es sollte auch absehbar sein, dass keine dazu kommen, wo ich Ruhe habe und im Fokus stehen kann viel besser geeignet. Sie sehe, dass ich unzufrieden bin und eingeschränkt, außerdem sagt sie ich wäre nicht ausgelastet, da fehlt was, andere Tiere wo ich mich ausleben kann. Ich bin ein Herdi und ich kann mir schon gut vorstellen, dass ich das super machen würde und es ein schönes Leben wäre, wichtig ist der Anschluss zu meinen Menschen, nur allein kann ich mir gar nicht vorstellen. Es wäre sicher erforderlich, dass die Menschen Erfahrung im Umgang mit Hunden meiner Art haben, wenn die Kommunikation und Konsequenz fehlerhaft sind, würde ich sicher noch mehr von dem was in mir ist zeigen. Liebevoll, aber bestimmt, sagt der Hundetrainer, fair muss der Kontakt sein, wenn du unfair bist, dann bocke ich.

Frauli würde sich wünschen, dass wir in Kontakt bleiben könnten, also dass meine neuen Menschen ihr ab und an ein Bild schicken und sie fragen darf ob es mir gut geht, sie meint, dass es mir gut geht, ich ein erfülltes, glückliches Leben führen kann wäre ihr das allerwichtigste.

Wer Buddy ein dauerhaftes Zuhause schenken möchte, kann unter  Adoptionsantrag  das Formular ausfüllen und abschicken – für alle weiteren Fragen und Informationen melden wir uns dann telefonisch.